Hat das Karniggel nun Kopfweh?
Warum duftet mein Futtibeutel nach Hase?

Ich muss euch eine unglaubliche Geschichte erzählen, die mir und meinem Frauchen heute (30.01.2007)  widerfahren ist!
Wir waren mitten beim Gassi gehen lalala...., da entdeckte mein Frauchen eine Wiese mit ziemlich viel Gestrüpp und Büschen. Sie da-
chte, dies wäre der perfekte Ort um meine Futtibeutelarbeit schwieriger zu gestalten. Sie lotete mich aus, parkte meinen Popo ein und los ging’s mit dem Spaß.

Ich fixierte akribisch genau, mit den Augen eines Adlers, die Flugbahn meines Futtibeutels, damit er mir nicht flöten ging. Mein Blick haftete sozusagen felsenfest an dem Ding. Aber was war denn da los? Hä???  Ich glaubte ich sei im falschen Film! Bildete ich mir doch glatt ein weiße Mäuse zu sehen...

Als mein Futtibeutel zur Landung ansetzte, traf er mitten “aufs Braune!” Haargenau auf dem Landeplatz hatte es sich ein Karniggel gemütlich gemacht, und vertrödelte seinen Dienstagnachmittag. Sprichwörtlich war der arme Hase zur falschen Zeit am falschen Ort! Der Beutel erwischte das Hasi genau auf den Kopf. Ziemlich irritiert, dennoch mit einem kräftigen Satz, hoppelte er fluchtartig von Dannen. Mein Frauchen guckte etwas verwirrt, ich sehr wahrscheinlich auch. Nach einer gefühlten Gedenkminute gab sie mir deutlich zu verstehen: ”Such und bring den Futtibeutel!”

Zuverlässig setzte ich mich sofort in Bewegung und spurtete wie ein Wirbelwind in Richtung des georteten Zieles los. Ich war mir so-
was von sicher, dass der Landeplatz korrekt von mir angepeilt war, aber der betörende Geruch sendete mir Informationen in Form von Hasenparfüm in meine Riechzellen. Seltsam dachte ich, hatte mein Frauchen den Futtibeutel parfümiert, oder was war denn da los? ...  Blitzartig bekam ich mein Erinnerungsvermögen zurück. Es übermittelte mir, dass vor ein paar Sekunden ein Tier unmittelbar an dieser Stelle herumgehopst war, genau in Richtung Baum der dort hinten stand. Meine Nase erschnüffelte sofort das Karniggel, und meine Pfoten folgten eifrig der Hasenduftspur.

“Flöööööt!” “Pffffeeeiiiiffff!” Mein Frauchen war der Meinung, dass die von mir bevorzugte, eingeschlagene Richtung nicht die Rich-
tige sei und pfiff mich zurück mit den Worten: ”Der passt nicht in unsere Pfanne, und schmecken tut der eh nicht, such lieber deinen reichlich mit Leckerlis befüllten Futtibeutel!” Ich warf sofort den Bremsanker und machte auf der Pfote retour. Ich steckte meine dicke Nase in den Wind, um die Duftspur meines Beutels zu erhaschen, damit ich ihn endlich ausfindig machen konnte. Ich strengte mich wirklich ganz doll an, gab mir die allergrößte Mühe, aber dieser Karniggelduft, der meine Geruchsgänge verstopfte, war so verlockend intensiv, dass das enorm erschwerte Bedingungen für mich waren. Ich suchte, und suchte und suchte, konnte aber nix finden.

Meister Lampe hatte sich mittlerweile aus dem Staub gemacht und war nicht mehr in Sichtweite, auch wenn meine Nase mir etwas vö-
llig anderes signalisierte...  Meine Futtibeutelverlustängste trieben mich derart in den Wahnsinn, dass ich keinen anderen Ausweg sah. Ich bat mein Frauchen, mit aufgesetztem Dackelblick, ob sie mir nicht hilfreich unter die Pfote greifen könnte... Selbstverständlich tat sie dies und spornte mich erneut mit den Worten: ”Suuuuch deinen Futtibeutel....!” an. Nach einer längeren Zeit (gefühlte Stunden) der verzweifelten Suche setzte sie mich unter Druck und drohte mir mit den Worten: ”Wenn du deinen kostbaren Futtibeutel nicht findest, und er hier für immer verschollen bleibt, dann kommst du heute Abend nackisch ins Bett!” ( *grins* war natürlich nur ein Witz, DAS würde mein Frauchen mir niemals nie antun...)

Oder doch? Hui, plötzlich überfiel mich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, denn die kommende Nacht sollte laut Wetterdienst recht kühl werden. Ich schaltete den Suchturbo meiner Nase auf Hochtouren ein und gab alles. In der Zwischenzeit war es schon däm-
mrig geworden, und Frauchen glaubte nicht mehr an den erfolgreichen Abschluss der Suchaktion. Ohne Vorankündigung ganz plötzlich vernahm ich einen mir absolut sympathischen, bekannten Duft in meinem Riechorgan. Tatsächlich täuschte sich meine Riecheinheit nicht, und ich erspähte das gute Stück. Lag da einfach so in der Wiese rum, und sagte keinen Piep...

Ich, stolz wie Oskar, schnappte überglücklich meinen Futtibeutel zwischen meine Backen, rannte schnurstracks Richtung Frauchen und zeigte ihr, mit geschwollener Brust, meinen kostbaren Fund. Sie wirkte sichtlich erleichtert, und ich nahm einen kleinen Plumps wahr, der ihr in die Hose fiel...  ;O)

Ihre Androhung, dass ich mit ohne meinem Pelz die Nacht verbringen sollte in meinem Bettchen, meinte sie selbstverständlich nicht ernst. Puh, hatte ich noch mal Schwein gehabt und bin glimpflich davon gekommen! ... nicht so wie das arme Karniggel, dass höchst-
wahrscheinlich den restlichen Abend mit erbärmlichen Kopfschmerzen verbringen musste. Denn mein Futtibeutel war für gewöhnlich Randvoll bis Oberkante Reißverschluss mit Munition befüllt, und daher nicht gerade Federleicht. So wie das sein soll, gell Klaus!!!


Wuff und liebe Grüße euer Piccolo

P.S. ... und gute Besserung fürs Hasi  =OD