Kaum war Lotti von uns gegangen, wurde Opi schlimm krank. Der Tierarzt stellte einen Tumor fest, der sofort operiert wurde. Allerdings wuchs das Geschwür ziemlich schnell wieder nach. Opi wurde von Tag zu Tag allmählich schwächer. Der Zeitpunkt an dem wir eine Entscheidung treffen mussten nahte. Am 23. Februar, kurz vor seinem 6. Jahrestag bei uns, und seinem 16. Lebensjahr, mussten wir ihn gehen lassen. Er wäre noch so gerne geblieben ...

Nun war Barney ganz alleine. Binnen 6 Monaten hatte er seine beiden treuen Weggefährten verloren. Moritz und Mrs. Beesley konnten die entstandene Lücke nicht schließen.

Zwar brachte uns Moritz mit Unsinn und jeder Menge Blödsinn zum Lachen, aber dennoch fehlte etwas ...

All die Jahre mit 3 Hunden, und nun diese Leere... Es fehlte uns allen Action und Fußpilz! Dieser Zustand sollte sich unbedingt in naher Zukunft ändern. Wir machten uns auf die Suche nach einer neuen Partnerin für Barney. Wir schauten nach einer passenden, ausgewachsenen Hündin für ihn. Da Barney mittlerweile schon 8 Jahre alt war, wollten wir ihm keinen Welpen mehr zumuten. Bei Briard in Not wurden wir fündig, und am  14. März zog die wun-
derhübsche, fauvefarbene Hündin “
Atossa” bei uns ein.

Ein wirklich bildhübsches Hundemädchen. ...leider entwickelte sie eine derartige Eifer-
sucht gegenüber all unseren tierischen Mit-
bewohnern. Wir mussten sie nach nur 10 Tagen wieder bei Briard in Not abgeben!

Mrs. Beesley traute Tessa überhaupt nicht über den Weg und zog es vor, aus Sicherheitsgründen den ge-
wählten Abstand zu ihr, so groß wie möglich zu bemessen.

Moritz flüchtete in den Garten... 

suchte Schutz auf Herrchens Armen...

Doch dann wendete sich alles zum Guten!
Das “Graue” zog bei uns ein... ;O)

oder er versteckte sich im Küchenschrank
hinter dem Topf gleich links ...

Nachdem wir Tessa zurückbringen mussten, wurden wir auf eine Wällerhündin aufmerksam. Wir packten Barney ins Auto und fuh-
ren ans andere Ende von Deutschland. Mein Dickie und die agile Wällerhündin waren sich auf Anhieb ziemlich sympathisch. Wir hatten noch diversen Papierkram zu erledigen, und einige Fragen zu klären. Dann machten wir uns zügig auf den Nachhauseweg, denn es lagen einige Kilometer vor uns. Schon im Auto hatte ich das Gefühl, dass über Barney viele, kleine Herzchen schwebten.   ;O)  Mein Dickie hatte sich Hals über Kopf in diese adrette, zuckersüße Hundedame mit Namen “
Sally” verliebt.

Ein tolles Hundepaar die beiden  =O)

 “I feel good!”

Sally fühlte sich sichtlich wohl bei uns. Wann immer sich die Mög-
lichkeit ergab lag sie draußen im Garten auf ihrem Beobachtungs-
posten. Sie räkelte ihren Revue-
körper genüsslich, und drückte da-
mit ihr Wohlwollen aus. Unseren Gartenteich entdeckte sie ziemlich schnell und ernannte ihn zu ihrer ganz privaten Badewanne... ;O) So manche Leidenschaft, wie z.B. in Mäuselöchern graben, teilte sie mit Barney. Die zwei waren ein klasse Team. Sally verstand es so-
gar unseren Dickie um die Pfote zu wickeln, und ihn zu ausgiebigen Nachlaufspielen aufzufordern.

Endlich war Barney wieder glücklich, und hatte mit Sally eine hübsche und zugleich sehr nette Partnerin an seiner Seite.

Unser Moritz erkrankte sehr schlimm. Der Tierarzt behandelte ihn, aber unser kleiner Mann schaffte es nicht. Nach noch nicht einmal einem Jahr bei uns, schlief Moritz in meinem Armen am 20. September ein.

Anfänglich machte ich mir Gedanken wegen der Enge im Auto.Aus diesem Grund trennten wir die beiden mit einer Zwischenwand. Diese konnten wir allerdings sehr schnell wieder entfernen, denn die zwei waren sich immer einig. Es gab keiner-
lei Geknurre oder Gezicke.

Sally erfreute sich an ihrem Weihnachts-
geschenk. Vor allem alles Essbare war hochinteressant, und wurde sofort ver-
nichtet. Ihren heiß geliebten Tennisbällen schenkte sie keinerlei Aufmerksamkeit, und ließ sie völlig links liegen.

Barney war völlig erschossen von der vielen Aufregung, und nickte auf dem Sofa ein. Er entspannte sich dermaßen, dass er die Kontrolle über seine Zunge verlor, und diese ihm aus seinem Mäul-
chen herausflutschte.  :O)